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ORG-2026 · ORGANISATIONSENTWICKLUNG
Organisationsplan · Gesellschafterkreis

Vom Standort-
Silo zur
Matrix.

Wir wachsen bis 2030 — je nach Variante auf 11 oder sogar 17,7 Mio. € Umsatz und 62 bis 100 Mitarbeitende. Unsere heutige Struktur — fünf weitgehend eigenständige Standorte — trägt dieses Wachstum sehr wahrscheinlich in keiner der beiden Varianten mehr allein. Diese Seite sammelt Beschreibungen, wo wir stehen, welche Punkte uns bremsen könnten und wie mögliche Lösungsansätze für eine Matrixorganisation aussehen könnten — als erster Diskussionsvorschlag, nicht als Entscheidung.

Ziele
Variante 1 · Moderates Wachstum
47 62+
Mitarbeitende · 2025 → 2030 (leitende Zielgröße)
6,2 Millionen € 11 Millionen €
Umsatz · 2025 → 2030
8 10,6
Projektleiter-FTE · 2025 → 2030
8,9 % 15 %+
Umsatzrendite (Ø) · 2025 → 2030
550.000 € 1.650.000 €
Jahresüberschuss (nominal) · Umsatz × Rendite

Hinweis: Der Jahresüberschuss 2025 (550 T€) ist der gemittelte Jahresüberschuss der letzten Jahre, nicht der exakte Wert für das Jahr 2025 — daraus ergibt sich die Umsatzrendite (Ø) von 8,9 % (550 T€ ÷ 6,2 Mio. €).

Variante 2 · Beschleunigtes Wachstum
47 100
Mitarbeitende · 2025 → 2030 (leitende Zielgröße)
6,2 Millionen € 17,7 Millionen €
Umsatz · 2025 → 2030
8 17,0
Projektleiter-FTE · 2025 → 2030
8,9 % 15 %+
Umsatzrendite (Ø) · bleibt gleich
550.000 € 2.655.000 €
Jahresüberschuss (nominal) · Umsatz × Rendite

Hinweis: Jahresüberschuss 2025 (550 T€) und Umsatzrendite (Ø, 8,9 %) gelten für beide Varianten gleichermaßen — siehe Hinweis unter Variante 1. Projektleiter-FTE sind aus der Mitarbeiterwachstumsquote hochgerechnet, nicht frei geschätzt: In Variante 1 aus 62 ÷ 47 MA (Quote 1,32) angewandt auf die heutigen 8 Projektleiter → 10,6 FTE. In Variante 2 aus 100 ÷ 47 MA (Quote 2,13) auf derselben Basis → 17,0 FTE. Umsatz in Variante 2 ist proportional aus Variante 1 hochgerechnet: 11 Mio. € ÷ 62 MA × 100 MA. Jahresüberschuss 2030 (nominal) = Umsatz 2030 × 15 % Zielrendite.

01 · Ist-Zustand

Wie wir heute
organisiert sind

Linienorganisation nach Standort — mit mehreren Elementen, die bereits heute standortübergreifend laufen: Prozess- & Qualitätsstandards, Controlling, Personal, Büroseminare sowie Marketing.
GESCHÄFTSFÜHRER 1 GESCHÄFTSFÜHRER 2 STUTTGART STANDORTLEITER / PROKURIST PROJEKTLEITER PROJEKTMITARBEITER (mehrere) BERLIN STANDORTLEITER / PROKURIST PROJEKTLEITER PROJEKTMITARBEITER (mehrere) LEIPZIG STANDORTLEITER / PROKURIST PROJEKTLEITER PROJEKTMITARBEITER (mehrere) AUGSBURG STANDORTLEITER / PROKURIST PROJEKTLEITER PROJEKTMITARBEITER (mehrere) HEIDELBERG STANDORTLEITER? zu prüfen PROJEKTLEITER PROJEKTMITARBEITER (mehrere) Projektleiter & Projektmitarbeiter sind heute standorttreu — kaum Wechsel oder Austausch über Standortgrenzen hinweg ▸ SCHON HEUTE STANDORTÜBERGREIFEND ORGANISIERT (ANSATZ EINER MATRIX): PROZESS- & QUALITÄTSSTANDARDS einheitlich definiert · gilt für alle Standorte CONTROLLING Sitz Stuttgart · zuständig für alle Standorte · kaufmännische Themen PERSONAL Sitz Berlin · zuständig für alle Standorte · unternehmensweite Personalthemen BÜROSEMINARE (4×/JAHR) im Wechsel an allen Standorten organisiert · bringt alle Mitarbeitenden zusammen MARKETING läuft übergeordnet · zuständig für alle Standorte
02 · Diagnose

Wo uns die
Struktur bremst

Eine nicht abschließende Auflistung von Problemen und Herausforderungen, die sich unter anderem auch aus einer Mitarbeiterbefragung ergeben haben. Die Themen stehen zur Diskussion offen und können ergänzt oder modifiziert werden.
Zur Diskussion
01

Geschäftsführung ist zu stark operativ eingebunden — Soll-Ist-Konflikt

In der angedachten Struktur sitzt die Geschäftsführung nur in der obersten Führungsebene. Tatsächlich übernimmt sie zusätzlich Projektleiter- bzw. Projektmitarbeiter-Rollen an allen fünf Standorten — Stuttgart, Berlin, Leipzig, Augsburg und Heidelberg. Das bindet Führungskapazität, verwischt Verantwortlichkeiten und widerspricht dem Ansatz einer Matrixorganisation, wie er hier zur Diskussion steht.

Zur Diskussion
02

Standortleiter in Personalunion überlastet

Prokuristen verantworten heute Akquise, Projektleitung, Personalführung und operative Projektabwicklung vor Ort — ein Bottleneck-Risiko für weiteres Wachstum.

Zur Diskussion
03

Projektleiter-Ebene noch nicht eigenverantwortlich genug

Projektleiter übernehmen ihre Rolle bislang nicht überall so eigenständig, wie es die Struktur vorsieht. Dadurch springen Standortleiter — teilweise auch die Geschäftsführung — im operativen Projektgeschäft ein und haben in der Folge zu wenig Zeit für Führung, Entwicklung und andere Aufgaben.

Zur Diskussion
04

Wissenstransfer zwischen Standorten ausbaufähig

Jeder Standort hat eigene fachliche Schwerpunkte entwickelt — dadurch entstehen unterschiedliche Wissenssilos, die noch besser standortübergreifend geteilt werden könnten. Über die Büroseminare findet bereits ein Austausch statt, ist aber mit Sicherheit noch ausbaufähig.

Zur Diskussion
05

Nicht klar formuliertes standortübergreifendes Leitbild

Ein gemeinsames, unternehmensweites Leitbild und Zusammengehörigkeitsgefühl über alle Standorte hinweg ist noch nicht klar formuliert — mit wachsender Standortzahl und Mitarbeiterzahl wird das wichtiger.

Zur Diskussion
06

Nicht alle Querschnittsfunktionen vollständig gebündelt

Prozess- & Qualitätsstandards, Controlling, Personal, Büroseminare und Marketing sind bereits standortübergreifend organisiert. Einzelne Tätigkeiten wie zum Beispiel Akquise laufen noch je Standort unterschiedlich — hier braucht es im Rahmen der Matrixorganisation klare, einheitliche Regelungen.

Zur Diskussion
07

Heidelberg ohne klare Führungsstruktur

Anders als die vier übrigen Standorte hat Heidelberg (Aufbauphase) keinen der vier Neugesellschafter als dedizierten Standortleiter — zu klären.

Zur Diskussion
08

Kommunikation über die Standorte hinweg

Laut Mitarbeiterbefragung fühlen sich einzelne Personen bei bestimmten Themen abgehängt — Informationen erreichen nicht zuverlässig alle Standorte gleichermaßen.

03 · Mögliche Lösungen

Die Matrix-
organisation

Zwei Dimensionen: Standort (Kundennähe vor Ort) × Fachbereich (Können & Standards standortübergreifend). Jede Zelle = doppelte Verantwortung.

Wie die Linienorganisation im Ist-Zustand zeigt, haben wir bereits heute in Teilen eine Matrixorganisation — über Controlling, Personal, Marketing, Prozess- & Qualitätsstandards und die Büroseminare —, nur eben noch nicht abschließend in allen Bereichen. Von „fünf parallelen Standort-Silos" zu sprechen, trifft es deshalb nicht: Es geht nicht darum, bei null anzufangen, sondern die bestehende Organisationsstruktur so anzupassen, dass sie den Wachstumszielen (11 bzw. bis zu 17,7 Mio. € Umsatz, 62 bzw. bis zu 100 Mitarbeitende) besser gerecht wird. Die folgende Darstellung ist ein Ansatz bzw. eine Idee, die zur Diskussion steht — kein beschlossenes Zielbild.

GESCHÄFTSFÜHRUNG Gesamtverantwortung über alle Fachbereiche & Standorte FACHBEREICH ↓ STANDORT → STUTTGART Standortleiter BERLIN Standortleiter LEIPZIG Standortleiter AUGSBURG Standortleiter HEIDELBERG Standortleiter OBJEKTÜBERWACHUNG DUAL DUAL DUAL DUAL DUAL PROJEKTSTEUERUNG DUAL DUAL DUAL DUAL DUAL AUSSCHREIBUNG & VERGABE DUAL DUAL DUAL DUAL DUAL TECHNICAL DUE DILIGENCE DUAL DUAL DUAL DUAL DUAL AKQUISE DUAL DUAL DUAL DUAL DUAL PERSONAL DUAL DUAL DUAL DUAL DUAL VERWALTUNG & ORGANISATION DUAL DUAL DUAL DUAL DUAL MARKETING ZENTRAL eine Einheit für alle Standorte — nicht einzeln pro Standort gelöst IT (Systeme & Digitalisierung) ZENTRAL eine Einheit für alle Standorte — nicht einzeln pro Standort gelöst
Disziplinarische Führung — Standortleitung Fachliche Führung — Fachbereichsleitung DUAL = beide gleichzeitig, in derselben Zelle. Marketing und IT laufen zentral als eine Einheit für alle Standorte. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung über alle Fachbereiche und Standorte hinweg.
Detailansicht

Was DUAL für
den Einzelnen bedeutet

Zoom in eine einzelne Zelle der Matrix — Beispiel Objektüberwachung × Stuttgart — aus Sicht eines Projektmitarbeiters.
DUAL OBJEKTÜBERWACHUNG × STUTTGART STANDORTLEITER STUTTGART DISZIPLINARISCHE FÜHRUNG · Anwesenheit, Urlaub, Zeiterfassung · Gehalt & Vertrag · Teamintegration vor Ort · Priorisierung im Tagesgeschäft am Standort FACHBEREICHSLEITER OBJEKTÜBERWACHUNG (ZENTRAL) FACHLICHE FÜHRUNG · Fachliche Standards & Methodik · Qualitätssicherung der Objektüberwachung · Weiterbildung & Fachkarriere · Wissensaustausch mit anderen Standorten PROJEKTMITARBEITER OBJEKTÜBERWACHUNG · STANDORT STUTTGART Erhält Weisungen aus beiden Rollen gleichzeitig — braucht klare Priorisierungsregeln bei widersprüchlichen Anforderungen. → siehe „Was die Matrix schwer macht", Punkt 1
Nutzen

Vorteile und Nutzen
der Matrixorganisation

Fachbereichsleiter werden zu Unternehmern im Unternehmen

Jeder Fachbereichsleiter denkt eigenständig unternehmerisch für seinen Bereich und stellt sich Fragen wie:

  • Welche Software brauchen wir?
  • Welche Normen ändern sich?
  • Welche Weiterbildung brauchen wir?
  • Was brauchen die jungen Mitarbeiter in meinem Fachbereich?
  • Wie hoch ist die Auslastung?
  • Welche Spezialisten fehlen uns?
  • Wie können wir Prozesse innerhalb unseres Fachbereichs standardisieren?
01

Wissen & Standards wandern zwischen Standorten statt in Silos zu bleiben.

02

Auslastungsspitzen lassen sich standortübergreifend ausgleichen.

03

Klare Karrierepfade (Junior/Senior/Projektleiter) je Fachbereich statt Standort-Zufall.

04

Struktur trägt das Wachstum auf 62+ Mitarbeitende ohne Standortleiter-Überlastung.

Herausforderungen für die Umsetzung

Was die Matrix
schwer macht

Herausforderungen, die typischerweise bei der Einführung einer Matrixorganisation auftreten — teils branchenübergreifend recherchiert, teils spezifisch für uns.
Zur Diskussion
01

Mehrfachunterstellung ohne klare Spielregeln

Sobald Projektleiter fachlich an einen Fachbereich und disziplinarisch an einen Standort berichten, drohen widersprüchliche Prioritäten. In der Matrixorganisations-Literatur gilt das als eines der häufigsten Reibungsfelder — ohne klare Eskalations- und Priorisierungsregeln wird jede Doppelunterstellung zum Einzelfallstreit.

Zur Diskussion
02

Ressourcenkonflikte bei Projekteinsatz

Fachbereich und Standort greifen künftig auf dieselben Projektleiter und Bauleiter zu. Ohne gemeinsame Kapazitätsplanung wird jeder Engpass — z. B. bei parallelen Großprojekten — zum Verhandlungsfall zwischen zwei gleichberechtigten Führungslinien.

Zur Diskussion
03

Kulturwandel & Autonomieverlust

Standortleiter geben mit der Matrix bewusst Alleinverantwortung ab. Erfahrungen aus anderen projektorientierten Branchen zeigen: Der kulturelle Wandel — Entscheidungen künftig abzustimmen statt allein zu treffen — ist oft die größere Hürde als die formale Struktur selbst.

Zur Diskussion
04

Höherer Abstimmungsaufwand

Weil Fachbereich und Standort bei jeder Entscheidung gleichberechtigt mitreden, steigt der Kommunikations- und Koordinationsaufwand innerhalb der Organisationsstruktur spürbar — mehr Besprechungen, mehr Abstimmungsrunden. In der Matrixorganisations-Literatur gilt das als einer der am häufigsten genannten Nachteile: Entscheidungen dauern tendenziell länger, weil sie zwischen zwei gleichberechtigten Führungslinien abgestimmt werden müssen.

04 · Bereits angestoßene Veränderung bis 2030

Roadmap
2026–2030

„Anteilsänderungen" markiert bereits im Businessplan fixierte Meilensteine der Nachfolge (GF = Geschäftsführer). „Zur Diskussion" sind Platzhalter zur gemeinsamen Ausarbeitung.
2026

Anteilsübertragung — Tranche 1 Anteilsänderungen

GF 1 und GF 2 übertragen gemeinsam 12 % der Anteile: je 4 % an drei Gesellschafter (A, B, C). Der vierte Gesellschafter (D) übernimmt im Jahr 2026 keine weiteren Anteile.

Stand 2026 (vorher)
GF 140 %
GF 240 %
Gesellschafter A5 %
Gesellschafter B5 %
Gesellschafter C5 %
Gesellschafter D5 %
Summe100 %
Stand ab 2027
GF 134 %
GF 234 %
Gesellschafter A9 %
Gesellschafter B9 %
Gesellschafter C9 %
Gesellschafter D5 %
Summe100 %
2026

Analyse & Konzept — Bestandsorganisation und Anpassung Zur Diskussion

Abstimmung mit Berater Herrn Loof. Analyse der aktuellen Organisationsstruktur und Aufzeigen möglicher Anpassungen — wie zum Beispiel einer Matrixorganisation.

2027

Pilotphase an 1–2 Standorten Zur Diskussion

Erprobung der Matrixlogik, z. B. Projektsteuerung standortübergreifend testen. — Platzhalter.

2028

Rollout auf alle Standorte Zur Diskussion

Inklusive Ausbau Projektleiterebene (Richtung 10,6–17 FTE, je nach Wachstumsvariante) mit klaren Fachbereichs-Karrierepfaden. — Platzhalter.

2028

Anteils-Einziehung Anteilsänderungen

6 % der Anteile werden von der Gesellschaft selbst zurückeingezogen — je 3 % aus den Anteilen von GF 1 und GF 2. Die Anteile der Gesellschafter A–D bleiben unverändert.

Stand ab 2028
GF 131 %
GF 231 %
Gesellschafter A9 %
Gesellschafter B9 %
Gesellschafter C9 %
Gesellschafter D5 %
Gesellschaft (eigen)6 %
Summe100 %
2029

Anteilsübertragung — Tranche 2 Anteilsänderungen

GF 1 und GF 2 übertragen je weitere 6,5 % (zusammen 13 %): davon je 4 % an die Gesellschafter A, B und C (auf je 13 %) sowie das verbleibende 1 % an Gesellschafter D (auf 6 %). Die eigenen Anteile der Gesellschaft bleiben bei 6 %.

Stand ab 2029
GF 124,5 %
GF 224,5 %
Gesellschafter A13 %
Gesellschafter B13 %
Gesellschafter C13 %
Gesellschafter D6 %
Gesellschaft (eigen)6 %
Summe100 %
2030

Zielbild erreicht: Umsatz >11 Mio. €, 62+ MA Zur Diskussion

Matrixorganisation trägt das Wachstumsziel bei einem Deckungsbeitrag von 15 %. — Platzhalter, zu verifizieren.

2030

Weitere Festlegung bezüglich Anteile Anteilsänderungen

Ab 2030 sind die nächsten Schritte hinsichtlich gewünschter Anteilsveränderungen in der Gesellschafterstruktur festzulegen bzw. zu klären.

Stand 2029/2030 (Ausgangsbasis)
GF 124,5 %
GF 224,5 %
Gesellschafter A13 %
Gesellschafter B13 %
Gesellschafter C13 %
Gesellschafter D6 %
Gesellschaft (eigen)6 %
Summe100 %